Akzeleration

Zahlen der Bundesländer zum Überspringen

Obwohl das Überspringen in allen Bundesländern erlaubt ist, wird die Zahl derjenigen, die dieses Angebot nutzen, nicht in allen Bundesländern erhoben. Manchmal liegen Zahlen für einzelne Jahre oder Schulformen vor, manchmal gar keine. Die Zahlen auf den folgenden Seiten stammen von den Kultusministerien und den Statistischen Landesämtern. Es ist nicht immer klar, ob die Privatschulen erfasst wurden oder nicht. Wenn sie namentlich auftauchen, dann sind es in der Regel Waldorfschulen. Soweit erkennbar wurden Privatschulen nicht aufgenommen.
 
Seit 2004 liegen Antworten von allen Bundesländern über die Anzahl der Überspringer vor. Für einige Bundesländer gibt es Zahlen für vorhergehende Jahre.
 
Saarland:
Alle Schulformen 1985 (Kötter 1985)
Bayern:
Grundschulen und Gymnasien 1982/83 bis 1985/86 (Reitmajer 1988; 1989)
Niedersachsen:
Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen 1980/81 bis 1989/90;
Grundschulen, Orientierungsstufen, Gymnasien und Gesamtschulen 1990/91 bis 2000/01 (Heinbokel 2004)
Literaturangaben in der Literaturliste
 
Darüber hinaus gibt es kleinere Untersuchungen für einzelne Schulen, Schulformen, etc.
Ob ein Bundesland die Zahlen zum Überspringen von Klassen erhebt oder nicht, lässt ohne zusätzliche Informationen keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität eines Schulsystems zu. Eine niedrige Anzahl kann bedeuten, dass das Schulsystem so gut ist, dass es nicht nötig ist, aber auch, dass es nicht erwünscht ist, per Erlass eingeschränkt ist oder in den Köpfen als Möglichkeit der Förderung nicht existiert. Eine hohe Anzahl kann bedeuten, dass es erwünscht ist und unterstützt und gefördert wird, unter Umständen aber auch, dass das System von leistungsstarken Schülerinnen und Schülern zu wenig fordert, dass es deshalb oft nötig ist. Das Fehlen von Zahlen sagt nichts darüber aus, ob und in welchem Umfang es stattfindet.
 
Die Zahlen sagen auch nichts darüber aus
- ob die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern vor dem Überspringen qualifiziert beraten wurden;
- ob sie, sollten sie sich dafür entschieden haben, angemessen begleitet und unterstützt wurden;
- ob die Integration in die neue Klasse richtig vorbereitet und begleitet wurde;
- ob es Alternativen zum Überspringen gab und ob sie aufgezeigt wurden;
- ob es zu Problemen kam, die eindeutig auf das Überspringen zurückzuführen sind.
(Auszug aus Heinbokel, Annette (2012, 2. Auflage). Handbuch Akzeleration, LIT Verlag, Münster; leicht adaptiert)
 
2004-5
2005-6
2006-7
2007-8
2009-10
2010-11
2011-12
2012-13
2013-14
2014-15
2015-16
2016-17
 

Kontakt

Institut für Enrichment & Akzeleration
Dr. Annette Heinbokel, Dipl. Päd.

Bismarckstr. 100
28203 Bremen

Telefon 0421 988 830 93
IEuA@swbmail.de
www.IEuA.de

Sprechstunde:
nach Vereinbarung

Handbuch Akzeleration


Annette Heinbokel
(2. Auflage 2012)
Handbuch Akzeleration – Was Hochbegabten nützt, LIT Verlag, Münster
ISBN 978-3-643-10245-4