Meine Bücher


Hochbegabung. Erkennen, Probleme, Lösungswege

LIT Verlag, Münster, 2011 (6. Auflage, zuerst erschienen im Nomos Verlag 1988)

 

Es handelt sich um meine Diplomarbeit (Diplom 1984) und gibt den Wissensstand in Deutschland Anfang der 1980er Jahre wieder. Damals existierten die Worte 'hochbegabt / Hochbegabung' noch nicht im Brockhaus. Es ist eines der ersten Bücher auf Deutsch, das sich umfassend mit den wichtigsten Aspekten von Hochbegabung befasst:

- Hochbegabte in der Geschichte
- Definitionen von Hochbegabung
- Möglichkeiten der Identifikation
- Erwartungswidriges Verhalten (Minderleistung)
- Begabungsspezifische Maßnahmen (Enrichment und Akzeleration)
- Hochbegabte Mädchen
 
Dabei werden so gut wie keine deutschen Quellen zitiert, denn es gab fast noch keine, und was es gab, war z.T. sehr zweifelhaft. Es handelt sich überwiegend um englische und us-amerikanische Literatur.
Die Situation hat sich in Deutschland für Hochbegabte erfreulich positiv weiterentwickelt. Aber in dem Buch ist nichts falsch, es muss nichts zurückgenommen, aber das eine oder andere anders interpretiert werden. Dort findet sich schon der Hinweis, dass
- bis zu 50% der Hochbegabten nicht identifiziert werden, wenn zur Identifikation nur Gruppentests benutzt werden;
- in einigen Fällen die Ergebnisse von Gruppentests dazu tendierten, für überdurchschnittlich begabte Kinder niedrigere und für unterdurchschnittlich begabte Kinder höhere Ergebnisse zu zeigen;
- die Diskrepanz von Ergebnissen zwischen Gruppen- und Einzeltests in direktem Verhältnis zu Begabung wächst, so dass die am höchsten begabten Kinder am wenigsten durch Gruppentests identifiziert werden.
Alvino, James / Wieler, Jerome (1979): How Standardized Testing Fails to Identify the Gifted and what Teachers can do about it, in: Phi Delta Kapa, 61 (2), S. 106-109
 
Gutachten Prof. Müller
Gutachten Prof. Loser

 

Überspringen von Klassen,

LIT Verlag, Münster, 2005 (3. Auflage, 1. Auflage 1996)

Die Dissertation enthält

- eine Totalerhebung an allen niedersächsischen Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen mit der Frage nach dem Überspringen zwischen 1980/81 und 1989/90;

- Fragebögen von Eltern, deren Kinder übersprangen (103) oder nicht übersprangen (20);

- Interviews mit Jugendlichen (13 Jahre und älter), die eine Klasse übersprangen (19) bzw. nicht übersprangen (6).

Die Schulen berichteten kaum von Leistungsproblemen (es gab in dem Zeitraum kein Wiederholen an den Schulen) und nur von wenigen emotional-sozialen Problemen.

Bei den Eltern waren 95% der Eltern von Mädchen  und 87% der Eltern von Jungen zufrieden mit der Entscheidung, übersprungen zu haben.
Die Jugendlichen berichteten zwar von einigen Problemen während der Adoleszenz, die seien aber nichts im Vergleich zu den Problemen, die sie vorher hatten.

 

Handbuch Akzeleration – Was Hochbegabten nützt

LIT Verlag, 2012 (2. Auflage, 1. Auflage 2009) Münster; gefördert vom BMB+F

In Niedersachsen wurde 1995 der Erlass zum Überspringen geändert. Danach hatte sich die Klassenkonferenz bei einem Notenschnitt von 2 und besser mit der Frage des Überspringens zu befassen. Außerdem hatte sich das Klima für Hochbegabte positiv verändert. Ich wollte wissen, wie sich die Erlassänderung verbunden mit der positiven Klimaänderung auf die Zahlen zum Überspringen in Niedersachsen ausgewirkt hat. Deshalb habe ich 2001 die Totalerhebung an niedersächsischen Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen wiederholt, dieses Mal waren auch die Orientierungsstufen mit einbezogen. Ergebnis:
 
1980/81 bis 1989/90:    311 Überspringer
1990/91 bis 2000/01: 1 907 Überspringer
 
Damit gibt es in Niedersachsen als einzigem Bundesland Zahlen zum Überspringen über 20 Jahre.
Das Buch enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Dissertation in Bezug auf die Schulen, ergänzt um die neue Umfrage.
Außerdem enthält es sogenannte ‚Entscheidungshilfen’: Sie sollen Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräften helfen zu entscheiden, ob ein Kind früh eingeschult werden kann oder später in der Grundschule bzw. der Sek. I das Überspringen eine geeignete Maßnahme ist. Dabei spielt die Wahrnehmung der Erzieherinnen, der Lehrkräfte und der Eltern eine größere Rolle als Noten oder die Ergebisse von IQ Tests.

 

Inhaltsverzeichnis Handbuch Akzeleration

12 Punkte - Was beim Überspringen zu beachten ist

Entscheidungshilfen

 

Eine Klasse überspringen – sonst wäre ich fipsig geworden

LIT Verlag, Münster, 2016

 

Der Satz „Ich wäre fipsig geworden, wenn ich nicht übersprungen hätte“ stammt von Margret, die sich mit 80 Jahren noch an die ungeheuerliche Langeweile im 1. Schuljahr erinnert.

Während der vorhergehenden Untersuchungen war mir immer klar, dass Erwachsene nach ihren Erfahrungen bzw. Erinnerungen mit dem Überspringen befragt werden müssen. Befragungen während der Schulzeit ergeben bestenfalls eine ‚Wahrheit’, die aber schon wenige Monate später anders lauten kann: Neue Lehrkräfte können die Situation verbessern oder verschlechtern, es ergibt sich eine Freundschaft mit einer neuen Schülerin oder einem Schüler, eine Freundin, ein Freund verlässt die Klasse, ….
 
Erwachsene überblicken die gesamte Schulzeit und können beurteilen, ob das Überspringen für sie insgesamt eher positiv oder negativ war. Und auch wenn ihre Erinnerungen ‚falsch’ sein sollten: Sie beeinflussen, wie sie als Eltern, als Erzieherinnen oder Lehrkräfte mit dem Überspringen umgehen.
 
In dem Buch wurden die Elternfragebögen und die Interviews mit den Jugendlichen aus der Dissertation erneut aufgegriffen. Dazu kamen neue Fragebögen von 115 Erwachsenen. Ihre Geburtsjahre lagen zwischen 1917 und 1987, umfassen also 70 Jahre. Bei etwa 15 Personen liegen Fragebögen der Eltern, Interviews mit den Jugendlichen und deren Erinnerungen als Erwachsene vor.
 
Knapp 90% der Frauen und 80% der Männer würden unter denselben Umständen erneut überspringen.
 

Hochbegabung im Spiegel der Printmedien seit 1950 - Vom Werdegang eines Bewußtseinswandels

Gutachten im Auftrag des BMB+F (2001)

 

Die Sammlung von Artikeln und Zeitschriften zum Thema "intellektuell hochbegabte Kinder" umfasst die Zeit von 1950 bis 1999, d.h. die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Text basiert u.a. auf Artikeln aus Zeitungen und Zeitschriften, die Leserinnen und Lesern allgemein zugänglich waren. Von Ausnahmen abgesehen sind nicht enthalten: pädagogische, psychologische oder medizinische Fachzeitschriften, Frauenzeitschriften und die sogenannte Regenbogenpresse.

Die ursprüngliche gedruckte Ausgabe enthielt auch 50 Artikel aus 50 Jahren. Wegen des Copyrights fehlen sie in dieser Version.

Hochbegabung im Spiegel der Printmedien seit 1950

 

Kontakt

Institut für Enrichment & Akzeleration
Dr. Annette Heinbokel, Dipl. Päd.

Bismarckstr. 100
28203 Bremen

Telefon 0421 988 830 93
IEuA@swbmail.de
www.IEuA.de

Sprechstunde:
nach Vereinbarung

Handbuch Akzeleration


Annette Heinbokel
(2. Auflage 2012)
Handbuch Akzeleration – Was Hochbegabten nützt, LIT Verlag, Münster
ISBN 978-3-643-10245-4